Freitag, 20. Februar 2015

... Food Tour in Kuala Lumpur

Weiter geht's mit Berichten von meiner Asienreise, diesmal mit unserer Food Tour in Kuala Lumpur (oder KL, wie es die Einheimischen nennen!)! Achtung, dieser Blogpost ist sehr bilderlastig!

Die Food Tour haben wir über Tripadvisor gefunden. Da wir mal wieder auf den letzten Drücker gebucht haben, hatten wir Glück, dass wir noch einen Platz bekommen haben. Die Gruppe war nicht besonders gross, ich glaube wir waren gerade mal 10 Personen, was aber sehr angenehmt war. Unsere Führerin Gabbie war grosse Klasse, hat uns alles mit Witz und Charme erklärt, und man hat gemerkt, dass sie gerne gut isst (das ist nicht despiktierlich gemeint!) und auch die Leute kennt, zu denen sie uns mitgenommen hat. Die Tour hat ziemlich lange gedauert, ich glaube, wir waren ca. vier oder fünf Stunden unterwegs.

Wir haben uns vor allem im südlichen Teil des City Centers bewegt. Angefangen mit einem kleinen Spaziergang vom Stadtteil Brickfields zum Little India, so haben wir auch viel von der Stadt gesehen. Gabbie hat uns einiges über die Geschichte der Stadt und ihrer Bauten erzählt.

Buddhistischer Friedhof

Eins der ältesten Häuser in KL
Unser erster Stop in Little India war zwar kein Foodstop, aber trotzdem sehr schön, denn wir bekamen ein kleines Blumengebinde für das Handgelenk, das schön gekühlt hat. Dabei habe ich mich leicht ins Fettnäpfchen gesetzt, da ich Zeug am rechten Handgelenk nicht mag und mein linkes Handgelenk hingehalten habe (die linke Hand ist unrein, kein Witz). Wurde dementsprechend schräg angeschaut, aber naja, was soll's.

Die Blumengirlanden sind zum Schmuck der Tempel und Götter. Sie werden jeden Tag frisch angefertigt.


Weiter ging es auf den bunten Strassen von Little India vorbei an Gemüseständen, wo wir das exotische Gemüse erklärt bekommen haben (hab aber schon wieder alles vergessen). Viele Gemüsearten habe ich tatsächlich noch nie gesehen! Oder kennt Ihr die?



Dann kamen wir endlich zum ersten Foodstop (wir hatten alle schon Hunger). Das Essen war ganz klar indisch, aber malaysisch indisch, also mit vielen anderen Einflüssen. Das ist ja das Tolle am Essen in Malaysia, es hat so viele Einflüsse, dass es einfach nur ein geiles Melting Pot ist. Hier seht Ihr unser erstes Essen: Nasi Campur Indian Style! Nasi Campur (ausgesprochen "Tschampur") ist Reis mit verschiedenen "Toppings", die man sich selber zusammenstellen kann. In unserem Fall hat das unsere Führerin Gabbie übernommen.



Zum Abschluss durften wir uns einmal durch das Sortiment dieses indischen Crackerverkäufers testen. Quasi Chips auf indische Art, sehr lecker, die meisten Sachen, aber einiges auch seeeehr speziell. Z.B. diese roten Bällchen ganz recht, das sind eingelegte kleine Pfirsiche mit sehr eigenartigem Puderüberzug. Hat irgendwie pelzig geschmeckt, hm naja...

im Bild unsere Führerin Gabbie
Zum Verdauen gab es wieder ein bisschen Kultur. Auf dem nächsten Bild sehr Ihr das Vivekananda Ashrama Building. Vivekananda (1863 -1902) war ein hinduistischer Mönch und Gelehrter aus Kolkata, der 1893 auf dem Weltparlament der Religionen in Chicago den Hinduismaus als Religion bestimmte (für mehr Info: siehe Wikipedia - klick!). Ihm zu Ehren wurde das gleichnamige Gebäude 1904 in Kuala Lumpur errichtet. Im Zuge des Baubooms in KL soll das Gebäude allerdings abgerissen werden, um Platz für neue Bauten zu schaffen, weshalb sich die Gemeinde dafür einsetzt, dass dies nicht geschieht. Die gelben Bänder am Gelände sind Solidaritätsbekundungen.



Als nächstes kamen wir zu einem Stand, der vegetarische frittierte Sachen verkauft. Alles frisch gemacht, der Stand ist auch schon in 3. Generation in Familienbetrieb. Die frittierten Bananen (Bisam Goreng) waren die besten, die ich je hatte!




Bei einem süssen Zwischenstop gab es Cendol, auch an einem Stand in 4. Generation. Der Wahnsinn... Cendol (ausgesprochen "Tschendohl") ist geriebenes Eis in Kondensmilch mit grünen Tapiokawürmchen und viel Rohrzucker und Kokosraspeln.

So sieht es im "Rohzustand" aus...
... und so, wenn es vermischt ist (sorry, aus irgendeinem Grund hat die Kamera den Hintergrund scharf gestellt).
Auf dem Weg nach Chinatown kamen wir an diesem wunderschönen Tempel vorbei (in Privatbesitz):


Wir waren eigentlich alle schon total voll, aber nun war es schon fast Zeit für's Abendessen, also sind wir in einem chinesischen Nudelrestaurant eingekehrt. Dort gab es Nudeln in allen möglichen Variationen: in Suppe, frittiert und knusprig, in verschiedenen Saucen... Ich habe mich durch alle mal durchprobiert und fand die mit dem rohen Ei (das man übrigens grad reingemischt hat) am besten.





Damit war die Tour dann aber auch vorbei. Wir haben glaube ich ca. 25 CHF pro Person gezahlt, dafür aber auch einen Haufen zu Essen bekommen (das Essen war inklusive) und sind noch dazu gut gelaunt durch die halbe Stadt geführt worden, wo wir mit Infos eingedeckt wurden, die wir sonst wohl nicht bekommen hätten (z.B., wo es die beste blinde Fussreflexzonenmassage gibt). Es hat sich also wirklich gelohnt, und wir waren so begeistert, dass wir beschlossen haben, ab sofort auf jeder Reise so eine Tour mitzumachen.

So, und jetzt habe ich schon wieder Hunger bekommen! :)


0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen